Zusammenfassung
Spielbericht
Unter normalen Umständen hätte es heute eine große Vorfreude auf die Partie gegeben, bei der man sich zu Hause bei bestem Fußballwetter mit dem Tabellenzweiten messen konnte. Ein Blick auf den Kader und insbesondere auf die Langzeitverletzten, hegte allerdings schon im Vorfeld wenig Hoffnung auf ein Spiel auf Augenhöhe. Zu allem Unglück zog sich Winterneuzugang Roman Heisler beim letzten Auswärtsspiel eine schwere Knieverletzung zu und wird für den Rest der Saison ausfallen.
Umso überraschender war es, dass der SC Blumenau die Partie lange offen halten konnte und dicht an einem Punktgewinn dran war, der trotz der Überlegenheit des SKV gar nicht mal unverdient gewesen wäre.
SC Blumenau gerät gleich unter Druck
Nicht ganz unerwartet war der SKV in der Anfangsphase die spielbestimmende Mannschaft. Der SC Blumenau hatte in einigen Situationen Probleme in der Defensive, so auch bei Hoffmanns regelwidrigem Einsatz im Strafraum gegen Nrecaj, welchen Schiedsrichter Hildebrand zu Recht mit Elfmeter ahndete. Köhler verwandelte gleich zwei Mal, da der erste Treffer wegen zu frühen Einlaufens in den Strafraum nicht gezählt hatte (14.).
Laaguidi verpasst den Ausgleich
Der SKV war in der Folgezeit erstaunlich passiv und ließ den SC Blumenau zumindest punktuell ins Spiel zurückkommen. In der 28. Minute hatte Laaguidi beim ersten gefährlichen Angriff den Ausgleich auf dem Fuß, als er mehrere Gegenspieler stehen ließ, dann aber frei vor dem Torhüter neben das Gehäuse zielte (28.). Auf SKV-Seite vergaben wiederum Tenzer (33.) und Köhler (38.) gute Gelegenheiten.
Kersten hält Blumenau im Spiel
Kurz nach der Pause verhinderte Torwart Kersten das 0:2 mit einer klasse Parade gegen Nrecaj (48.). Auf der Gegenseite war dann auch der SC Blumenau mal wieder im gegnerischen Strafraum: Halter scheiterte aus der Bedrängnis an Torwart Riffel (50.). Das Spiel blieb trotz Feldvorteile für den SKV offen, auch weil der Blumenauer Keeper weitere Abschlüsse parieren konnte. Und so war die Partie mit einer knappen Führung für die Gäste noch nicht entschieden.
Nach dem Jubel folgt der Nackenschlag
Es lief bereits die 79. Minute, als Blumenau einen Freistoß zugesprochen bekam. Und den schlenzte Marco Alex sehenswert ins Eck über die Mauer und sorgte für kollektiven Jubel auf Blumenauer Seite (79.). Dem folgte allerdings schnell die Ernüchterung: Bei einem Eckstoß stand Köhler goldrichtig und brachte sein Team nur drei Minuten nach dem Ausgleichstreffer wieder in Führung (82.).
Von diesem Nackenschlag erholte sich der SC Blumenau, bei dem mittlerweile sichtlich alle Kraftreserven aufgebraucht waren, nicht mehr. Statt dessen traf in der Nachspielzeit Niewerth per Kopf (90.+2) und der eingewechselte Tahiri nutzte einen Ballverlust in der eigenen Hälfte und traf zum 1:4-Endstand (90.+3).

Es brennt lichterloh im Blumenauer Strafraum – hier kann der Ball gerade noch geklärt werden